Procedure 02 · Implanter Placement

DHI.
Controlled placement.

DHI beschreibt die kontrollierte Implantation vorbereiteter Haarfollikel mit einem Implanter Pen. Die Entnahme erfolgt in der Regel zuvor mittels FUE.

FUE Extraction Graft Loading Angle & Depth

01 · Was DHI wirklich bedeutet

Implantation.
Nicht Entnahme.

DHI ist keine eigenständige Entnahmetechnik, sondern beschreibt den Schritt, in dem vorbereitete Grafts in den Empfängerbereich eingesetzt werden.

Nach der meist mikrochirurgischen FUE-Entnahme werden die follikulären Einheiten geprüft, sortiert und in die passende Spitze eines Implanter Pens geladen. Je nach System wird mit einer scharfen Spitze Empfängeröffnung und Platzierung in einem kontrollierten Bewegungsablauf ausgeführt oder mit einer stumpfen Spitze in zuvor angelegte Öffnungen implantiert.

Eignung analysieren
Klinische Produktvisualisierung eines Implanter Pens für die DHI-Technik
INSTRUMENT VISUALIZATION Implanter Pen Darstellung zur Veranschaulichung des Funktionsprinzips
01DonorFUE-Entnahme

Die benötigten follikulären Einheiten werden einzeln aus dem Spenderbereich gewonnen.

02PreparationGraft-Management

Sortierung, Hydration und eine möglichst schonende Handhabung begleiten die Vorbereitung.

03LoadingPassende Spitze

Graftgröße und Implanter-Spitze werden aufeinander abgestimmt und kontrolliert beladen.

04PlacementGeplante Position

Winkel, Richtung, Tiefe und Verteilung orientieren sich am individuellen Design.

02 · Der klinische Ablauf

Sechs Schritte.
Ein Protokoll.

Das Instrument ist nur ein Teil des Ergebnisses. Planung, Graft-Qualität, Handhabung und die Koordination des medizinischen Teams bestimmen den gesamten Prozess.

01 · ANALYSIS

Diagnose &
Donor Reserve

Haarausfallmuster, Kopfhaut, Haarkaliber und Spenderkapazität werden gemeinsam beurteilt.

01
02 · DESIGN

Zone &
Haarlinie

Behandlungsfläche, Übergänge und langfristig tragfähige Graft-Verteilung werden geplant.

02
03 · EXTRACTION

FUE
Entnahme

Follikuläre Einheiten werden einzeln gewonnen und für die weitere Verarbeitung bereitgestellt.

03
04 · PREPARATION

Prüfen &
Sortieren

Die Grafts werden nach Eigenschaften geordnet, geschützt gelagert und für die Zielzonen vorbereitet.

04
05 · LOADING

Pen
Beladung

Geschulte Assistenz lädt die follikuläre Einheit kontrolliert in eine kompatible Implanter-Spitze.

05
06 · IMPLANTATION

Richtung &
Tiefe

Die Platzierung folgt dem vorab definierten Muster für Winkel, Wuchsrichtung und Verteilung.

06
Medizinische Schnittvisualisierung der kontrollierten Platzierung eines Haarfollikels mit einem Implanter
SCIENTIFIC VISUALIZATION Placement control Schematische Darstellung — nicht maßstabsgetreu

03 · Präzision ist ein System

Nicht der Pen.
Das Zusammenspiel.

Ein Implanter unterstützt kontrolliertes Arbeiten. Entscheidend bleibt, wie sorgfältig jeder einzelne Schritt geplant und ausgeführt wird.

  • 01
    Graft und Spitze

    Eine passende Instrumentengröße reduziert unnötigen Druck auf die follikuläre Einheit.

  • 02
    Schonende Beladung

    Der empfindliche Follikelbereich soll beim Laden möglichst wenig mechanisch belastet werden.

  • 03
    Winkel, Richtung, Tiefe

    Die Platzierung orientiert sich an Anatomie, vorhandenem Haar und dem geplanten Wuchsbild.

  • 04
    Rhythmus und Teamwork

    Vorbereitung, Übergabe und Implantation müssen klinisch koordiniert und reproduzierbar ablaufen.

04 · Individuelle Indikation

Wo DHI
sinnvoll sein kann.

Die Methodenwahl folgt nicht einem Trend, sondern der medizinischen Ausgangslage. Diagnose, Donor Reserve, Fläche und Zielbild werden vor einer Empfehlung gemeinsam betrachtet.

PROFILE AKANN RELEVANT SEIN

Für fokussierte Zonen und fein geplante Übergänge.

  • Haarlinie, Schläfen oder kleinere definierte Areale
  • Arbeiten zwischen vorhandenem Haar, wenn medizinisch geeignet
  • Ausreichende und langfristig sinnvoll nutzbare Donor Reserve
  • Realistische Erwartungen an Dichte, Verlauf und Ergebniszeit
PROFILE BVERTIEFTE PRÜFUNG

Wenn Diagnose und Langzeitstrategie zuerst geklärt werden müssen.

  • Aktiver, diffuser oder nicht eindeutig diagnostizierter Haarausfall
  • Begrenzte Spenderkapazität bei großem Behandlungswunsch
  • Entzündliche oder noch unbehandelte Kopfhauterkrankungen
  • Erwartungen, die biologisch nicht belastbar planbar sind
Klinische Visualisierung der kontrollierten Beladung eines Implanter Pens unter Vergrößerung
CLINICAL VISUALIZATION
Graft loading under magnificationInszenierte Visualisierung zur Prozessdarstellung

05 · Methodenvergleich

DHI oder
Sapphire FUE?

Beide Konzepte können mit einer FUE-Entnahme beginnen. Der wesentliche Unterschied liegt im Workflow des Empfängerbereichs und der Implantation.

IMPLANTER WORKFLOW

DHI

Vorbereitete Grafts werden einzeln in Implanter Pens geladen. Je nach Instrument erfolgen Empfängeröffnung und Platzierung in einem Schritt oder die Platzierung in vorgefertigte Öffnungen.

Entnahme
Häufig FUE
Empfängerzone
Sharp- oder dull-implanter Workflow
Stärke
Kontrollierte Einzelplatzierung in fokussierten Zonen
Entscheidend
Beladung, Teamkoordination, Richtung und Tiefe
PREMADE-SITE WORKFLOW

Sapphire FUE

Nach der FUE-Entnahme werden Empfängerkanäle mit einer Saphirklinge entsprechend dem Behandlungsplan vorbereitet; die Grafts werden anschließend platziert.

Entnahme
FUE
Empfängerzone
Vorbereitete Mikrokanäle
Stärke
Strukturierte Planung größerer zusammenhängender Areale
Entscheidend
Kanaldesign, Verteilung und atraumatische Platzierung
Sapphire FUE im Detail

06 · Heilung und Wachstum

Recovery.
Realistisch erklärt.

Die Zeitangaben sind Orientierungswerte. Der individuelle Verlauf und die konkreten Pflegehinweise hängen von Befund, Umfang und medizinischem Protokoll ab.

DAY 0Behandlung

Empfänger- und Donorbereich werden kontrolliert; das persönliche Nachsorgeprotokoll beginnt.

DAY 1–3Schutzphase

Leichte Rötung, Sensibilität oder Schwellung können auftreten. Mechanischer Kontakt wird vermieden.

WEEK 1–2Stabilisierung

Krusten lösen sich schrittweise nach Anweisung. Die eingesetzten Grafts bleiben besonders schutzbedürftig.

WEEK 2–8Shedding

Transplantierte Haarschäfte können vorübergehend ausfallen; das ist Teil eines häufigen Verlaufs.

MONTH 3–6Frühes Wachstum

Neue Haare können sichtbar werden, anfangs oft feiner und noch nicht gleichmäßig verteilt.

MONTH 10–18Reifung

Dichte, Textur und Gesamteindruck entwickeln sich weiter. Ergebnisse benötigen Geduld.

Medizinische Perspektive

DHI ersetzt keine sorgfältige Indikation.

Auch bei der Implantation mit einem Implanter Pen handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff. Mögliche Risiken umfassen unter anderem Blutung, Infektion, Narbenbildung, vorübergehende Sensibilitätsveränderungen, ungleichmäßiges Wachstum oder ein unzureichendes Anwachsen einzelner Grafts.

Bestehender Haarausfall kann außerhalb der transplantierten Zone fortschreiten. Deshalb gehören Diagnose, konservative Optionen und die langfristige Nutzung der Donor Reserve zu jeder seriösen Planung.

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